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Rails-Konferenz 2007

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Konferenzen sind eine feine Sache. Erst recht, wenn es um Rails geht. Dieses Jahr war ich mal wieder auf der Rails-Konferenz zu besuch und es hat sich wirklich gelohnt. Es gab, wie letztes Jahr auch, eine Reihe sehr guter Vorträge und man konnte sich auch gut mit anderen Entwicklern austauschen. An dieser Stelle ein sehr großes Lob an das Organisationsteam der Konferenz, das durchweg sehr gute Arbeit geleistet hat.

Ok, aber fangen wir am Anfang an. Glücklicherweise hab ich am Donnerstag vor der Konferenz auch Urlaub bekommen um die ganzen Vorbereitungen zu erledigen. Für viel Freude hat natürlich mal wieder die Bahn gesorgt. Eigentlich wollte ich mir die Fahrkarte (Treuchtlingen - Frankfurt, hin und zurück) im Internet kaufen. Dort gibt es Frühbucherrabat und so bin ich für die Fahrkarte auf ca. 55 € (statt ca. 100 €) gekommen. Allerdings hat man ja als Zivi auch gewisse Privilegien und dazu gehören auch vergünstigte Fahrpreise bei der Bahn. Also geht man zum nächsten Schalter und probiert dort, eine Karte zu kaufen. Der nächste Schalter ist in Nördlingen, dachte ich zumindest. "Wegen Geschäftsaufgabe geschlossen"… ok, super. Also weiter zum nächsten Schalter, nach Donauwörth. Dort gab es dann auch eine Karte mit Zivirabat, aber halt ohne Frühbucherrabat und so hat mich die Fahrkarte 68 € gekostet.

Alle Vorbereitungen fertig, los gehts. Abfahrt Freitag 3:00 Uhr früh, mit dem Auto nach Treuchtlingen, dort 4:17 Uhr mit dem Zug weiter. Allerdings hab ich dank einer hartnäckigen Mücke nur 2 Std. gedöst und nicht richtig geschlafen. Naja, ging dennoch recht gut, vor allem wenn man während der Zugfahrt programmieren kann oder eben ein gutes Buch von Terry Pratchett dabei hat. Interessant wurde es dann in Frankfurt selbst: mit einem Stadtplan von Google Maps 3 km durch die Innenstadt gelatscht. Leider berücksichtigt Google Maps die Hausnummern nicht genau und deshalb musste ich mich die letzte halbe Stunde durchfragen.

Letzten Endes bin ich dann doch irgendwie bei der Konferenz angekommen. Witzig war dieses Jahr, dass vor den Vortragssaal ein PHP- und ein Java-Magazin (Sponsoren) ihre Stände aufgebaut haben. Ausgerechnet auf einer Rails-Konferenz, dort wo die Leute sind, die von diesen Sprachen ehr die Nase voll haben. Allerdings kam dadurch garantiert bei dem einen oder anderen etwas Nostalgie auf, zumindest bei mir.

Die Vorträge waren eigentlich alle recht gut. Bei ein hatte ich jedoch das Gefühl, dass es zu sehr Vortrag und zu wenig Stimmung war. Sowas läst sich aber immer leicht sagen, wenn man nicht selbst da vorne steht und ich will den Leuten dass dort keines Falls vorwerfen. Es gehört eine Menge dazu, sowas erst mal zu machen.

Den Anfang machte die Keynote über REST, wobei ich nach wie vor nicht behaupten kann, dass ich den Kern verstanden hab. Für große Unternehmensstrukturen, ok, aber für kleine Webseiten… weiß nicht so recht.

"Prosa, Lyrik, Ruby und Rails" war ein recht netter Vortrag. Hat vor allem untermauert, dass lesbarer Quelltext die Kosten senkt und die Produktivität steigert. Sehr interessant fand ich "Caching in Rails". Ich kannte zwar schon etwas aus diversen Rails Büchern, aber die Erfahrungsberichte in dem Vortrag werde ich mir zu Herzen nehmen (z.B. nur einen Domainnamen verwenden).

Richtig cool wurde es dann am Nachmittag. "Offline arbeiten? Leben und wirken wie im letzten Jahrtausend" hat (zumindest Subjektiv) einen sehr guten Überblick über Joyent Slingshot, einem Framework, um Railsanwendungen auch offline betreiben zu können. Für mich ist die Lehre aus diesem Vortrag, dass ich solche Projekte erst mal noch nicht probieren werde. Wie hat es Jens-Christian Fischer so schön genannt: "proof of concept". Der Vortrag über "Ferret", ein Plugin für die Volltextsuche war ebenfalls sehr informativ. Zudem plane ich, dieses Plugin in der kommenden ZGR-Seite zu verwenden und da ist es sehr praktisch zu wissen, dass man einen Index-Server für mehrere Rails-Dispatcher braucht. Es wurde jedoch noch besser, denn bei "GoogleMaps Anwendungen mit Ruby on Rails" kam bei mir richtig die Lust auf, sowas sofort zu bauen. Plugins wie GeoKit machen sowas echt einfach und zu dem kann man dadurch für die ZGR-Seite einen echten Mehrwert rausarbeiten.

Soweit so gut, schon viel nette Sachen gelernt, aber zum Schluss hin wurde es noch besser. Ich freu mich schon richtig drauf, wenn "Rails Conditions" veröffentlicht wird. Das ist ein Plugin für Rails, um die Verarbeitungslogik einfacher abzubilden bzw. zu schreiben. Hab sowas früher selbst mal probiert, aber das ist in keiner Weise so schön und simpel geworden, wie Rails Conditions. Hut ab vor Norman Timmler, der damit meiner Meinung nach wirklich was geschafft hat.

Alles in allem war die Konferenz wirklich das Geld wert. Am Schluss gab es noch ein wenig zum Aufräumen, aber im Gegensatz zu letztem Jahr waren die Boxen sehr viel leichter, es gab also nicht so viel zu schleppen. Leider war es nach der Konferenz nicht mehr so schön, wie letztes Jahr, da sehr viele schon recht früh weg mussten. Hab mich dann letzten Endes 2 Std. bevor mein Zug gefahren (22:18) ist auf dem Weg gemacht und hab mir noch eine Stunde den Bahnhof zu Gemüte geführt. Irgend wie sehen alle Bahnhöfe in Großstädten gleich aus…

Alles in allem bin ich Samstag ca. 3 Uhr ins Bett gefallen. 25 Stunden ohne Schlaf sind zwar hart, aber waren es dafür durchaus wert.

3 comments for this post

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#1 by
Marco
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Hallo, und nun kannst Du Dir die meisten Vorträge der Rails-Konferenz noch mal online ansehen (http://www.loroma.com/), falls Du einen verpasst hast, was bei zwei Tracks der Fall sein sollte. ;) Gruß Marco

#2 by
Steven
,

Cool, danke für den Tipp. Werde mir mal die Vorträge, die ich verpasst haben anschauen. Gibt es auch ein Video von "Internationalisierung in Rails"? Da wurde unter anderem über mein Plugin gesprochen und ich sas neben an und habs nicht mitbekommen…

#3 by
Marco
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Frag doch mal Jan, was mit seinem Vortrag (i18n) ist… Auf seiner Hompage http://jan.krutisch.de solltest Du seine Kontaktdaten finden… ich habe leider länger nichts von ihm gehört… Ich würde den Vortrag gerne veröffentlichen. Gruß Marco

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